Sternzeichen Widder

Der Widder

21. März - 20. April

Der 21. März ist der eigentliche und naturgegebene Anfang des Jahres. Aller Anfang ist „archaisch“. Im Widder schwingt noch die ganze animalische Lebendigkeit der Ur-Zeit, er ist der Jäger, der sich sein Dasein physisch erkämpfen muß. Etwas davon haftet ihm selbst noch in unserer Zeit und in kulturell noch so hochstehenden Ländern an. Denn mehr als andere hat der Widder die draufgängerische Lebensenergie.

Widdermenschen, die unter dem Planeten Mars beherrschten Feuerzeichen geboren wurden, sind angriffslustig, jedoch ebenso naturliebend. Sie wollen sich unter allen Umständen durchsetzen und schreiten stets zur Tat. Widdergeborene sind schnell zu begeistern, aber diese Begeisterung klingt ebenso schnell wieder ab. Sie spielen den Starken oft nur, um die eigenen Schwächen zu vertuschen. Haben sie sich einmal etwas in den Kopf gesetzt, lassen sie sich kaum davon abbringen, selbst wenn Vernunftgründe anscheinden dagegen sprechen sollten. Da sie Meister im Aussetzen von verzwickten Problemstellungen sind, kommen sie in den meisten Fällen dank ihres Dickkopfes zum Ziel. Widder-geborene sind hart gegen sich selbst und gegen andere, wenn es darum geht, voran zu kommen. Durch ihr cholerisches Temperament neigen sie zu Kurzschlussreaktionen, sehen aber ihr Unrecht im Zweifelsfall ein. Widdermenschen sind sehr gesellig und pflegen ihre Freundschaften.

Widdergeborene sind vom Planeten Mars beherrscht. Sie sind meist von guter Gesundheit, dank ihrer ureigenen Energie. Gesundheitliche Schwachstellen sind die Bronchien, Kopf und Gesicht, dabei vorwiegend die Gehörorgane und die Augen. Der Widder ist ein Genussmensch, der des Öfteren unter Gewichtsproblemen leidet.

Widdermenschen sind gute Arbeiter, leider spielt ihnen ihr Dickkopf gerade im Berufsleben manchmal eine Streich. Was der Widder einmal angepackt hat, hinter dem steht er, selbst wenn er hinterher feststellen muss, dass er sich in eine erfolglose Sache verrannt hatte. Für ein gutes Geschäft nimmt er jede Überstunde in Kauf. Aufmunternde Worte, können ihn zu Höchstleistungen anspornen, und sind ihm oft wichtiger, als ein Dank in Form von Geld oder Kredit. Widder-Männer sind Weltmeister im Aussitzen schwieriger Situationen, hinderlich dabei ist oftmals ihre Ungeduld. Diese spiegelt sich auch in wechselnden Anstellungen wider.

Der weibliche Widder

Widder-Frauen sind freiheitsliebend und eigenwillig und ordnen sich nicht gerne unter. Zwang erzeugt bei ihr Widerstand. In einem freien Beruf fühlt sie sich daher am wohlsten und wird, wenn sie den richtigen Beruf gefunden hat, ihn nur ungern aufgeben wollen. Als Hausfrau das Mädchen für alles zu sein liegt ihr nicht. Als Zweitberuf und mit einem Mann an der Hand, der ihr bei der Hausarbeit hilft, lässt sie aber auch bei ihren häuslichen Plichten zur Hochform auf. Die Widder-Frau lenkt und führt gern, daher trifft man dieses Sternzeichen im Management, in der Poliktik und auch im Unternehmerwesen an. Der Nachteil der Widder-Frau ist, dass sie ungern einen Menschen neben sich dulden, der auf Mitbestimmung pocht.

Der männliche Widder

Der männliche Widder ist ein Eroberer. Besitzergreifend möchte er seine Partnerin mit sanfter Gewalt beherrschen. Leider gibt es die sprichwörtliche Liebe auf den ersten Blick eher selten. Abenteuerlustig flirtet er gerne. Es muss ja nicht immer gleich die große Liebe sein. Obwohl er selbst oft oberflächlich reagiert, mag er selber oberflächliche Frauen nicht. Ein echter Widder-Mann ist immer davon überzeugt, dass er ein unwiderstehlicher Liebhaber ist, dennoch ist er auch ein Schmusebär aus Leidenschaft. Widder-Männer sind feurige Liebhaber, aber auch einfühlsam und rücksichtsvoll. Seine Traumfrau sollte möglichst ihm allein zu Willen sein und seine Männlichkeit bewundern, ihm aber auch im rechten Augenblick Zunder geben. Wenn der Widder-Mann sich einmal für eine Frau entschieden hat, wird sie ihn schwer wieder los. Wenn er seine Partnerin liebt, wird er für jede „Entgleisung” eine Entschuldigung suchen.

Widdergeborene Menschen sind selbstbewusst, zupackend, impulsiv, zielgerichtet, jähzornig, aufbrausend - aber nie nachtragend. Ungeduld macht diesem Sternzeichen manches zunichte. Gut tut er daran sich beherrschen zu lernen.

Ein guter Kerl - aber eigensinnig

Der Widder denkt gar nicht daran, sich unterzuordnen, schon gar nicht sich als braves Mitglied der Herde, der Gemeinde zu betrachten. Er ist ein Individualist, und wenn er schon eine Nummer haben muß, dann gefälligst Nummer eins. Sein Erfolg liegt darin, daß er rascher handelt als der andere - rascher und unbedenklicher. Das kann natürlich auch schiefgehen, denn an Rückversicherung denkt er nicht und an Vorsicht nur selten. Es versteht sich, daß dieser Draufgänger ein ausgezeichneter Soldat ist - wenigstens solange es sich um den Kampf handelt. Auf das Planen, auf höhere Strategie versteht er sich nur selten. Er haßt das Komplizierte. Er ist der Mann des Frontalangriffes, den keiner so wuchtig durchzuführen versteht wie er.

Er liebt: die Gefahr, das Risiko, den raschen, eher physisch als geistig bedingten Entschluß, den Sprung nach vorn, den Kinnhaken, der den Knockout verursacht, den „Frisch-fröhlichen“ Angriff, das Rauhbeinige, Derbe, Saftige und Wuchtige.

Er hasst: die Feigheit, die Unsicherheit, das Zaudern und den Umweg, die Spinnennnetze der Intrige und das Gaukelspiel der Diplomatie.

Als Junge - oft auch als Mädchen - hat er (sie) meist mehr Schrammen auf den Knien oder sonstwo als irgend jemand anderes in der Klasse. Wenn dem Lehrer Streiche gespielt werden, ist er (sie) mit Sicherheit dabei und meist in führender Rolle. Hier liegt jedoch nicht etwa Boshaftigkeit oder gar Grausamkeit vor, sondern Übermut, Frechheit und überschäumende Vitalität.

Noch bis ins späte Alter hat er gewähnlich eine große Bewunderung für physische Leistungen aller Art und wird daher zum Sport-Enthusiasten. Sowohl Widder-Jungen wie Widder-Mädchen treiben selbst viel Sport, und die Mädchen sind oft halbe Jungen (was sich später freilich meist gibt).

Geschmack und „Nerven“

Der Widder hat Geschmack und ist häufig musikalisch. Wenn er Musiker wird, dann am liebsten Dirigent. Die zarten Instrumente, Klarinette, Oboe, Triangel, Flöte, liegen ihm selbstverständlich nicht. Die Violine - das ist etwas ganz anderes. Sie kann zart sein - aber sie kann sich zu wilder Dämonie aufschwingen, zu Jubel und Zorn, sie kann die anderen Instrumente mitreißen. Die Violine kann er spielen. Und die Trompete. Natürlich auch die Pauke...

Es sind seine Nerven, die den Widder in der Gefahr so wendig machen, durch die er weiß, wann er sich ducken muß und wann er springen muß, es sind seine Nerven, durch die er den Kampf des Lebens verliert - wenn er ihn verliert. Er hält dann nicht durch. Ja, er kann völlig zusammenbrechen.

Marsische Betontheit“

Wenn der Widder Arzt wird, dann in neun von zehn Fällen: Chirurg. Denn erstens ist er manuell sehr geschickt, zweitens hat er die für den Chirurgen so notwendige kraftvolle Energie und drittens jene virile Art von Nächstenliebe, die es fertigbringt, uns zu unserem Heile die Bäuche aufzuschneiden.

Der Widder ist eben ein Kerl. Und darunter leidet, bis zu einem gewissen Grade - die „Widderin“, das heißt, die im Widderzeichen geborene Frau, das im Widder geborene Mädchen. Sie hat mehr maskuline Eigenschaften als die meisten ihrer Geschlechtsgenossinnen, sie ist aktiver, selbständiger, mutiger und entschlossener. Und das hat zur Folge - fast ausnahmslos -, daß sie gerade bei der Sorte Männer Erfolg hat, die sie nicht ausstehen kann: den Weichen, den Sanften, den mehr oder minder Effeminierten, die sich an sie anlehnen und von ihrer Kraft gestützt werden wollen.

Zum Schluß heiratet Fräulein Widder womöglich doch einen der vielen Schächlinge und muß die nächsten dreißig Jahre lang nicht nur die Kinder, sondern auch ihren Gatten .. bemuttern. Manchmal geht das auch gut aus. Aber nicht immer.

Die innere Verwandtschaft zwischen „Widder“ und „Skorpion“ rührt daher, daß sie beide in stärkster Weise von dem Planeten Mars beeinflußt werden, ihm „unterstehen“. Mars hat Beziehung zu allem, was hart, scharf und schneidend ist, zu allem Spitzen, zu Spannung, Aggression und Zerstörung, zu Krieg und Krigsmitteln, zum männlichen Prinzip schlechtweg. Wer „marsisch betont“ ist, der ist in einem höheren Maße maskulin, als es sonst der Fall wäre.

Was die moderne Psychologie heute lehrt, daß nämlich kein Mann nur männliche und keine Frau nur weibliche Eigenschaften hat, wußten Astrologen schon vor 4000 Jahren.

So besteht „marsische Betontheit“ nicht etwa nur in männischen Manieren oder gar Abnormalität, sondern ganz einfach in einer stärkeren Betonung ursprünglich als männlich zu wertender Eigenschaften, wie etwa Mut (und Aggressivität), der Wunsch zu dominieren (und Herrschsucht) oder Handelsfreudigkeit (und übertriebene Aktivität).

Der Widder aber ist das maskulinste aller Zeichen, mehr noch als selbst der Skopion (dem die Verteidigung mehr liegt als der Angriff).

Seine beste Eigenschaft ist der Mut, sein Ideal ist die Leistung, seine Waffe die Anstrengung, seine Philosophie ist kämpferisch, und der größte seiner Siege ist die Überwindung des eigenen Selbst.


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