Sternzeichen Stier
Der Stier
21. April - 20. Mai
Mitten im Frühling, wird der Stier geboren. Wie der Widder ist auch der Stier noch „einfach”. Er folgt dem Widder wie der sesshaft gewordene Bauer und Viehzüchter dem schweifenden, unsteten Jäger und Nomaden.
Er lebt nicht mehr von der Hand in den Mund, er muß sich nicht mehr jede Mahlzeit erjagen, er hat seine Viehherde, sein Eigentum und damit ein gewisses Maß an materieller Sicherheit.
Für den Widder ist die Leistung wichtig, für den Stier der Besitz. Die Leistung erkennt er nur an, wenn sie zum Besitz führt.
Es ist nicht leicht, ihn aus der Ruhe zu bringen. Er hat Geduld. Aber - man darf ihn nicht reizen, man darf nicht versuchen, ihm seinen geliebten Besitz wegzunehmen, man soll ihn in Ruhe lassen. Denn noch immer steckt in ihm die primitive Urkraft. Das Ausruhen hat sich nur noch verstärkt, hat dem Stier innere Reserven gegeben, über die der Widder nie verfügte.
Wenn der Stier im Ernst losgeht, wird es sehr ungemütlich.
Aber im Prinzip, ungereizt und ungestört, ist er friedlich. Er beschäftigt sich mit allen materiellen Werten und weiß sehr bald, wo die Weide am saftigsten ist. Wenn mich der Stier zu Hause einlädt, kann ich sicher sein, daß mich ein gutes Essen (und Trinken) erwartet.
Der Stier kämpft nur, wenn man ihn aus seinem ureigenen Element, der Ruhe, mit künstlichen Mitteln herausgebracht hat. Genießen will er, nicht kämpfen.
Und als Genießer hat er Geschmack. Nicht nur seine Zunge ist fein - auch sein Farben- und Formensinn. Aus grellen Farben macht er sich gewönlich nichts, aus Rot meist am wenigsten, genau wie sein animalischer Archetyp. Diskret gedämpfte Farben schätzt er, Pastellfarben, und oft hat er eine Vorliebe für Grün (während der Widder Blau mehr liebt) und Braun, die Erdfarbe, die ihm auch meistens gut zu gesicht steht. Der Stier ist ein „Erdzeichen“.
Besitz führt zu intimer Bekanntschaft mit dem Wertmesser des Besitzes, mit dem Gelde. „Am Golde hängt, zum Golde dränt doch alles - ach wir Armen“, sagte Gretchen im Faust, hat aber damit nur bedingt recht. Es gibt ungezählte Millionen, für die Gold und Geld nur sekundär von Wichtigkeit sind und denen Glaube oder Ideal, Macht oder Sexualleben als das Primäre erscheinen. Beim Stier aber spielt das Geld gewöhnlich eine große Rolle, er kommt erst wieder zur Ruhe, wenn er sein Ziel errecht hat.













