Sternzeichen Schütze

Der Schütze

23. November - 21. Dezember

Der Herbst nähert sich dem Ende und … dem Winter. Aber wie im Jungfraumonat schon der erste kalte Luftzug des Herbstes zu spüren war, so spüren wir nun, so nahe am Winter, dass selbst dieser nicht das Ende ist, sondern ein neuer Anfang, dass nichts vergehen kann, ohne nicht schon den Keim des Werdens zu tragen. Hier geht der Gedanke des Menschen über den Tod (Skorpion) hinaus in das nächste Leben, das Jenseits, und das bedeutet für uns, die wir noch „Erdenluft atmen müssen“, etwas Geistiges. Hier herrscht nicht mehr das zweckmäßige Denken des Zwillings oder der Jungfrau. Hier herrschen die Philosophie und die Metaphysik.

Nicht, dass alle Menschen, die zwischen dem 22. November du 20. Dezember geboren werden, deshalb die geborenen Philosophen sind. Aber fast allen ist eine Liebe zur Natur gegeben, die über die Primitivität des ebenfalls naturliebenden Widders hinausgeht.

Auch der Schütze kann ein Jäger sein – schon das Symbol weist darauf hin -, aber er ist der „Jäger zu Pferde“, der Reiter, der Ritter, Seine Jagdliebe ist veredelt. So kommt es, dass niemand mehr Verständnis für edle Pferde und Hunde, ja überhaupt für die Tierwelt hat als er, und die meisten von ihnen sehnen sich nach dem Landleben.

Das ursprüngliche Symbol des Schützen ist freilich der Zentaur, halb Mensch, halb Tier. Aber sein Symbol deutet an, dass hier doch eine deutliche Trennung in eine „obere“ und eine „untere“ Hälfte erfolgt ist, in einen hohen und einen niederen Typ.

Der niedere Typ kann noch stark im rein Animalischen verwurzelt sein und ist dann grobschlächtig und roh, mit derben Gesichtszügen und von oft sehr unwillkommener Geradheit (um es milde auszudrücken). Der trinkfeste Landjunker gehört hierher, der nur leicht veredelte Bauer, impulsiv und stolz auf den eingenen Grund und Boden. Aber auch der ustete Abenteurer, der Kondottiere, der Landsknecht, der seine Klinge bald diesem bald jenem zur Verfügung stellt; ja selbst der „falsch Biederman“, der sich offen und natürlich gibt und sich damit so leicht in das Vertrauen der Menschen einschleicht.

Die Fehler und Laster der Menschen sind meist ihre invertierten Vorzüge und Tugenden. Der Widder und der Skorpion können gewalttätig sein, weil sie eine überdurchschnittliche Dosis an Energie und Kraft haben. Der Zwilling kann lügen, weil er eine überdurchschnittliche Phantasie besitzt. Der Schütze kann nicht unehrlich sein, weil der Begriff Ehrlichkeit und Ehre bei ihm eine überdurchschnittliche Rolle spielt.

Der Schützegeborene liebt: Offenheit, Geradheit, die Wahrheit, die Natur, Tiere, die Jagd, das Landleben, das Reisen, die Ferne, den weiten Horizont, das Abenteuer, die Gerechtigkeit, die Weisheit, das Großartige und Erhabene, das Pompöse und Eindrucksvolle, die Höhen und Tiefen, das Edle und Ideale, die Zeremonie und das Schwungvolle.

Der Schütze hasst: das Unnatürliche und Affektierte, das Gekünstelte, die Imitation (also den Gegensatz des Echten), die Stubenhockerei, die Monotonie, die Routine, das Niedrige und Schäbige (wie Widder und Löwe, die beiden anderen so genannten „Feuerzeichen“), das Kleinliche und Pedantische, das Kriecherische und Schwunglose, die Formlosigkeit (Mangel an Zeremonie und Höflichkeit), das Schleichende, Tückische, Hinterhältige, die reinen Zwecknaturen.

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