Sternzeichen Fische

Die Fische

20. Februar bis 20. März

Noch ist es Winter, wenn die Fische zur Welt kommen. Nur eine Ahnung spüren wir bereits, daß sich die Zeit des Eises und der Erstarrung dem Ende zuneigt. Für diese Ahnung gibt es in der deutschen Sprache allein ein Wort - und es ist eines der schönsten deutschen Worte überhaupt: Vorfrühling...

Es ist - gerade noch - Winter. Es ist - noch nicht ganz - Frühling. Die Natur schwankt zwischen zwei Jahreszeiten und kann sich noch nicht entscheiden. Der Fischegeborene schwankt unentschieden durch das Leben, und nichts fällt ihm so schwer wie die Entscheidung.

Das Symbol des Fischezeichens sind zwei Fische, und diese beiden Fische sind in Bewegung. Ihre Bewegung - die Bewegung aller Fische - erscheint uns meist ziellos, ein Hin und Her, ein Vorwärts und Rückwärts. So ist die Art der Fische, und so ist die Art der unter diesem Zeichen geborenen Menschen. Eine gerade Linie scheint es für diese Menschen nicht zu geben. Sie gehen im Zickzack, vorwärts und rückwärts, und was der eine Fisch will und tut - was die eine Seite ihrer Natur will und tut -, das will der andere Fisch, die andere Seite der Fischnatur noch längst nicht. Sondern vielleicht das Gegenteil, aber vielleicht auch statt dessen etwas ganz anderes...

Und so kommt es, dass von allen Zeichen des Tierkreises die Fische am schwersten zu begreifen sind, ja sie begreifen selbst ihre eigene Natur nicht recht. Sie wissen nicht, was sie wollen und ob sie wollen oder nicht. Sie schwanken zwischen dem Beruf als Kaufmann und dem eine Hoteliers und werden Musiker oder Mathematiklehrer.

Man lädt sie ein, und sie sagen zu und dann wieder ab, um im letzten Augenblick doch noch zu kommen.

Fischegeborene haben Ahnungen, Vorahnungen, plötzliche Anfälle von Intuition, die man nicht in Frage stellen sollte, denn diese weichen, sanften, gütigen, hilfsbereiten und so außerordentlich leicht beeinflußbaren Menschen können dann plützlich eigensinnig sein …

Der Fischegeborene liebt: die Musik (fast immer), die Mathematik (sehr oft), den Frieden, das sich Beklagen (leider sehr häufig), sich als Opfer vorzukommen (oft, aber nicht immer), die See, den Wassersport, oft auch den Alkohol, manchmal sogar scharfe Reizmittel, das Okkulte, das Träumen (oft bei hellichtem Tage), das Ballett und das Tanzen (besonders die Fischemädchen und Fischefrauen), das Ästhetische, das Supra-Normale, das Mystische.

Der Fischegeborene hasst: eigentlich nichts, gar nichts …

Tausendmal hält man den Fisch für total verrückt und reif für das Irrenhaus. Und immer wieder stellt sich heraus, dass er es bei allem Widersinn eben doch zu etwas bringt und recht hatte, wo er eigentlich gar nicht recht haben konnte. Es ist fast, als gäbe es diesen Typ, um uns die Grenzen menschlicher Logik so recht vor Augen zu führen.

Was uns so oft bei ihnen als verstandesmäßiger Kurzschluss vorkommt, stellt sich - oft, aber beileibe nicht immer - als eine Art von direkter Erkenntnis heraus. In einem Winkel ihres Hirns oder ihrer Seele sind sie alle durch die Bank Hellseher.

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